Besuch des Theaterstückes Puzzle Juni 2018

Puzzle – Flucht und Vertreibung gestern und heute. So nannte sich das Theaterstück der Theatergruppe multicultural city, das der Kunstkurs Jahrgangsstufe 11 mit dem Communis-Projekt zusammen am 27.06.18 im Parkclub Fürstenwalde besucht hatte. Am Anfang war nur klar, dass es eine Darbietung ist, welche das Thema Flucht aufgreift. Doch sobald es begann, lernten wir alle recht schnell, dass mehr dahinter steckte, als man dachte. Die Aufführung Puzzle drehte sich um Flüchtlinge, ja, aber es erzählte keine komplett fiktive Geschichte, in die man sich nur schwer hinein versetzen konnte. Nein, es erzählte, was Menschen während und nach ihrer Flucht wirklich erlebt haben, von harter Kinderarbeit, Tag ein Tag aus, bis hin zu einem versuchten Selbstmord mit der eigenen Mutter, der gescheitert war. Es waren schaurige Geschichten. Geschichten, bei denen man hoffte, dass sie nicht wahr seien, dass sie niemals geschehen waren. Doch Tatsache ist, sie sind wahr und dieses Stück zeigte einmal mehr, wie schwer es viele Flüchtlinge, wenn nicht sogar fast alle, haben. Doch stellten die Schauspieler nicht nur die Vergangenheit da, sondern auch die Gegenwart. Sie zeigten wie schwer es einige haben, und dass viele Menschen in Deutschland nur reden und nichts tun.

Es war ein starker Denkanstoß für alle, die dort waren. Durch dieses Theaterstück wurde einem die ganze Situation, die sonst so weit weg erscheint, so nahe gebracht, dass man sich gar nicht weg drehen konnte, um wegzuschauen. Aber wurde damit auch nochmal sichtbar, wie wichtig Unternehmungen wie das Communis-Projekt sind. Durch Projekte wie dieses kann man Menschen helfen, die durch viel Schlimmeres gegangen sind als wir uns das wirklich vorstellen könnten.

Nach der fesselnden Aufführung, konnten dann auch wir Zuschauer die Schauspieler direkt zu dem Theaterstück befragen. Es war eine interessante und auch aufschlussreiche Diskussionsrunde, bei der man schnell lernte, dass hinter der Darbietung weitaus mehr steckte als man auf dem ersten Blick sah und auch dachte. Zahlreiche Geschichten, erzählt in einem Stück, bei welchem all diese Leben wie einzelne Puzzleteile ineinander greifen und ein großes und einprägsames Bild entstehen lassen.

Ich, die nicht Teil des Communis-Projekts ist, verstehe durch diese Erfahrung viel besser, warum dieses so wichtig ist und auch Unterstützung braucht, damit es auch auf jeden Fall erhalten bleibt.

Cassandra Koschorke (Jahrgangsstufe 11)